Hunde: Quälerei und Tötung in der Ukraine zur EM2012 Lagebericht mit Links

Eine kurze Zusammenstellung über die aktuellsten News bezüglich der Situation der Hunde in der Ukraine, gefolgt von einer konstruktiven Kritik.

Es hat sich einiges getan seit meinem letzten Artikel.

Deutschland

Österreich

UEFA

kritische Stimmen/Reaktionen

 

Heute, am 17.12.2011 finden/fanden in vielen deutschen Städten Mahnwachen statt.

Hier bleibt abzuwarten wie groß der Zuspruch sein wird. Man darf sicher fragen ob es günstig ist diese Aktion gleich in 14 und mehr Städten parallel durchzuführen. Eventuell wäre eine Konzentration auf einige wenige Städte mit dann aber mehr Aktivisten pro Standort pressetechnisch gesehen günstiger gewesen. Hier lasse ich mich aber gerne durch die sicher heute Abend oder in den folgenden Tagen gemeldeten Teilnehmerzahlen eines besseren belehren.

Leider muss man aber auch feststellen, dass sich gerade im Umfeld des Tierschutzes  Einzelpersonen in den Vordergrund drängen.

Besonders auffällig wurde dies innerhalb der führenden „STOP KILLING DOGS – EURO 2012 IN UKRAINE“ Facebook Gruppe.  Hier reagierte man durch Gründung einer speziellen Untergruppe für Vermittlungen und Tierrettungen, jedoch wird nach meiner Erfahrung die Fokussierung auf das eigentliche Gruppenziel „Euro 2012 in Ukraine“ zunehmend durch „Tierschutz im allgemeinen und Hundetötung in südlichen Ländern“ ersetzt.

Auch liegt die Vermutung nahe, dass eher das Ego von Einzelpersonen durch das Posten von Einzelschicksalen, teilweise sogar mit einer Art Countdown bis zum geplanten Tötungszeitpunkt, und dann vielleicht ja auch erfolgter Rettung im Vordergrund steht, als wirklich die dauerhafte Hilfe vor Ort. Dies ist natürlich nur längerfristig und mühsamer möglich als einzelne Tiere durch „Hilfspostings“ zu retten.

Letztlich ist es jedoch sehr kurzfristig gedacht. Diese Hundetötungen gibt es schon seit langer Zeit und NGO´s kämpfen an dieser Front, gerade auch durch Kastrations- und Sterilisationsprogramme und durch Aufklärung vor Ort, seit langer Zeit.

Wird nun aber dieses UKRAINE Gruppe durch  Trittbrettfahrer „überladen“ so werden wichtige Ressourcen gebunden. Jeder hat nur eine begrenzte Aufnahmekapazität für schreckliche Nachrichten.

Man wehrt sich einerseits gegen die „Totschlagsargumente“ durch Andere auf Seiten der Unternehmensfanpages bei Facebook, gleichzeitig wird aber eine kritische Diskussion innerhalb der Gruppe schnell mit einem Verweis, Tierschutz mache nicht an Ländergrenzen halt, unterbunden.

Natürlich ist auch die Unterstützung von Prominenten wichtig, um ein großes Medienecho zu erlangen, aber es darf dadurch nicht der Eindruck entstehen, dass bestimmte Aktionen dann nur Einzelaktivitäten dieser oder anderer Personen sind. Selbst wenn diese Einzelnen entscheidend zum Gelingen beitragen, es dient nicht immer dem eigentlichen Ziel der Hunderettung innerhalb der Ukraine.

Meine Sicht möchte ich daher kurz erläutern:

Teilweise vermisse ich eine einheitliche Linie:

  • Tierschutzorganisationen sollten nicht immer nur an zweiter Stelle genannt werden, sondern sich aktiv als NGO präsentieren und dann natürlich auch auf Prominente zur  Unterstützung zurückgreifen.
  • Gerade im Internet ist feststellbar wie durch oben genannte Konzentration auf Einzelpersonen diese dadurch eine besonders große Angriffsfläche für Dritte bieten.

So ging leider gerade in dieser Woche meine bereits Ende Oktober formulierte Vorhersage bezüglich der Nutzung falscher Fotos in Erfüllung.
(Siehe hierzu auch die oben aufgelisteten Links.)

Nachdem am 12.12.11 kobuk.at als Medienwächter für Österreich die unzutreffenden Bilder innerhalb der Berichterstattung der Zeitung „Krone“ publik gemacht hatte, konnte man in den folgenden Tagen die ganzen Auswirkungen studieren.

So wurde die Zeitung und darauf aufbauende ergänzende Medien gezwungen „Schadensbegrenzung“ zu betreiben. Die sicherlich bemerkenswerte Einzelaktion von Frau Maggie Entenfellner im Zusammenspiel mit der Kronenzeitung geriet dadurch in mediale Bedrängnis. Nachdem diese von Ihrem Besuch der Ukraine (inklusive Gesprächen mit Politikern und Übergabe von finanzieller und materieller Hilfe an Organisationen vor Ort) zurückkehrte war sie so gezwungen ihre Aktion vor der durch kobuk.at angeklagten unsauberen journalistischen Berichterstattung zu rechtfertigen.

Erschwerend kamen dann auch noch Anschuldigungen hinzu die gegen Familienmitglieder von Frau Entenfellner bezüglich tierrechtlich eventuell bedenklicher Schweinezucht gerichtet waren.

Besonders problematisch wird es, wenn dann auch Einzelaktionen von Personen oder Ländern gegeneinander „ausgespielt“ werden.
Frei nach dem Motto: „Wir sind besser, oder was habt Ihr denn schon bisher erreicht?“

  •  So begrüßenswert daher Aktionen unter der Schirmherrschaft von Einzelpersonen sind, diese fokussieren leider auch den Blick auf genau diese Hauptpersonen.

 

Wenn man bedenkt das ich eigentlich einen Artikel über die Reaktion von Unternehmen auf Ihren Facebookseiten am Beispiel von Mc. Donalds Deutschland schreiben wollte, wird deutlich das aufgrund der oben aufgeführten Probleme Kapazitäten gebunden werden die konstruktiver in Zukunft eingesetzt werden sollten.

Als Stichpunkte seien nur kurz erwähnt:
letzte Woche vor Weihnachten, emotionales Thema, „greifbarer“ als Wirtschafts- und Bankenkrise,…

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