“Ich bin …, ich darf… und Ihr könnt mich …!”

Urheberrechte in sozialen Netzwerken oder warum Politiker (wie Sebastian Edathy) auch keine besseren Menschen sind selbst wenn Sie als Experten für dieses Thema gelten sollten.

 

Es ist erschreckend!

Bisher dachte ich ja mein Fall mit einem Hundeverein in Deutschland wäre der Gipfel an Dreistigkeit. Aber weit gefehlt.

Kann es bei teilweise langen Verfahrensdauern wirklich wundern, wenn der Umgang mit diesem Thema eher ruppig und unsensibel von den Verursachern angegangen wird?

  • Wem bekannt ist, dass sich ein Urheberrechtsverfahren mehrere Jahre, selbst in einfachen Fällen, hinziehen kann.
  • Wem klar ist das der Kläger seine gesamten Verfahrenskosten erst selber tragen muss und diese abhängig vom Streitwert sind.

Der kann als Person bisher relativ locker mit diesem Thema umgehen und spekulieren das dem möglichen Kläger dieser Weg zu lang, zu teuer und beschwerlich ist.

Natürlich ist bei weniger prominenten Fällen dann das Gejammer umso größer, wenn diese sich dann doch vor Gericht wiederfinden.

Aber kann und sollte dies wirklich so sein?

Wenn Politiker und Abgeordnete sich bei Ihren Doktorarbeiten auf kopierte Texte anderer Autoren stützen ohne diese beim Namen zu nennen oder frei über Bilder verfügen und selbst als Mitglied im Rechtsausschuss und als stellvertretendes Mitglied im Innenausschuss des deutschen Bundestages noch die Personen angreifen die sie auf Nutzungsrechte aufmerksam machen, dann verwundert es nicht, wenn sich wie bei mir ein “einfacher” Vereinsvorsitzender hinstellt und mir trotz meines “Meckerns” klar ins Gesicht sagt: “Ohne Kläger kein Richter!”..

Aktuelles Beispiel eines Politikers (Welt online Artikel über Politiker und Experte für Urheberrecht zur Bildnutzung auf Facebook, am 10.09.11 auch hier.)

Den Facebookdialog findet man bei Freelens. Das FB Profil hier.

Sollte sich nicht eine Sensibilität in der Bevölkerung für Urheberrechte etabliert haben wenn man bedenkt wie viele Berichte es sowohl online als auch im Massenmedium Fernsehen gab?
So wurden die Probleme zum Beispiel gerade wieder im Focus Artikel aufgegriffen (Focus Artikel)
Diese Berichte nützen jedoch nichts solange es noch Personen gibt die denken für sie würden andere Regeln gelten.

Hier unterscheidet sich scheinbar der Politiker auch nicht von der “normalen” Bevölkerung und geht mit gutem Beispiel voran.

Wir können gespannt sein wie sich der aktuelle Fall um Sebastian Edathy weiterentwickelt.

Über ihn wird auf jeden Fall geschrieben.

 

Nachtrag 12.09.11:

Zwar resultiert die Idee bei FAZ.net von Frau Aigner (CSU) auf einen Verzicht von Facebook-Aktivitäten durch Politiker in erster Linie aufgrund der offenen Fragen in Zusammenhang mit dem  “Like-Button” bei Fan-Pages aber sicher trotzdem auch lesenswert.